Der PDF-Katalog ist aus dem B2C verschwunden und bleibt anderswo unverzichtbar. Ein Außendienstler im Termin, ein professioneller Einkäufer, der eine Auswahl intern freigeben lassen muss, ein Aussteller auf einer Messe ohne verlässliches Netz: In diesen drei Situationen leistet ein eigenständiges Dokument, was keine Webseite leistet.
Das Thema zerfällt in zwei getrennte Probleme, die oft verwechselt werden: das PDF zu erzeugen, und es vom Shop aus nutzbar zu machen.
Drei Nutzungen, drei verschiedene Dokumente
Der vollständige Verkaufskatalog. Alle Referenzen einer Sortimentslinie, mit Bildern und Merkmalen. Umfangreich, ein- bis zweimal jährlich aktualisiert. Das Referenzdokument, das man einem neuen Händler schickt.
Die personalisierte Auswahl. Zwanzig bis fünfzig Referenzen für einen bestimmten Kunden, mit seinen Preiskonditionen. Auf Anfrage erzeugt, Lebensdauer einige Wochen. Das Dokument, das ein Geschäft voranbringt.
Das Produktdatenblatt. Ein oder zwei Seiten zu einer einzigen Referenz, von der Produktseite herunterladbar. Das meistgenutzte der drei, und das am häufigsten fehlende.
Alle drei mit demselben Werkzeug abdecken zu wollen führt in der Regel dazu, alle drei schlecht abzudecken.
Das Dokument erzeugen
Drei Wege mit sehr unterschiedlichen Kosten.
- Der manuelle Satz. Katalogexport, Gestaltung in einem Layoutprogramm. Makelloses Ergebnis, hohe Kosten und sofortige Veralterung, sobald sich ein Preis ändert.
- Die automatische Erzeugung aus dem Katalog. Eine Vorlage, aktuelle Daten, ein auf Anfrage erzeugtes Dokument. Weniger schön, immer korrekt.
- Der gemischte Ansatz. Titel- und Themenseiten im Layoutprogramm gestaltet, Produktseiten erzeugt. Das trägt über die Zeit am besten.
Das Preisproblem
Ein PDF friert die Preise zum Zeitpunkt seiner Erzeugung ein. Drei Wege, das zu behandeln, je nach Nutzung zu wählen.
- Keine Preise im Dokument, mit Verweis auf den Shop oder auf eine separat beigefügte Preisliste. Die sicherste Lösung für einen Jahreskatalog.
- Preise mit Gültigkeitsdatum in der Fußzeile gedruckt. Unverzichtbar, wenn Sie Preise zeigen: Ohne diese Angabe bindet Sie das Dokument.
- Erzeugung auf Anfrage, wobei das PDF im Moment des Downloads mit den Tagespreisen und den Konditionen des angemeldeten Kunden entsteht.
Die dritte Option ist die einzige, die das Problem wirklich löst, und zugleich die einzige, die voraussetzt, dass der Shop das Dokument erzeugt, statt es auf den Server zu legen.
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Das Dokument im Shop veröffentlichen
Das ist der vernachlässigte Teil. Ein PDF hinter einem bloßen Downloadlink erhält sehr wenige Aufrufe: Der Besucher weiß nicht, was er herunterladen wird, zögert vor einer Datei von mehreren Dutzend Megabyte und gibt auf.
Ein eingebetteter Betrachter ändert dieses Verhalten. Das Dokument wird in der Seite durchgeblättert, in Doppelseiten wie ein echter Katalog, mit Miniaturen zur Navigation und einem Vollbildmodus. Der Download bleibt möglich, wird aber zur Wahl statt zur Voraussetzung.
Drei Orte verdienen diesen Betrachter: eine dem Katalog gewidmete Seite, die Seite jeder Produktwelt mit dem Katalog der betreffenden Linie, und das Kundenkonto für Dokumente, die Geschäftskunden vorbehalten sind.
Der SEO-Punkt
Ein PDF ist für Suchmaschinen indexierbar und platziert sich bei technischen Referenzanfragen mitunter besser als gedacht. Drei Vorsichtsmaßnahmen.
Füllen Sie die Dokumentmetadaten aus, Titel und Autor, die in den Suchergebnissen als Titel dienen. Geben Sie der Datei einen sprechenden Namen statt einer Ziffernfolge. Und prüfen Sie, ob der Text wirklich Text ist: Ein aus gescannten Bildern bestehendes PDF ist weder für Suchmaschinen noch für Screenreader lesbar.
Der umgekehrte Hinweis: Ein PDF-Katalog, der Ihren gesamten Produktinhalt wiedergibt, kann sich anstelle Ihrer Produktseiten platzieren. Besteht dieses Risiko, muss die Seite des Betrachters indexierbar und die PDF-Datei selbst von der Indexierung ausgeschlossen sein.
Messen
Zwei Zahlen genügen: die Zahl der Aufrufe im Betrachter und die Zahl der Downloads. Ihr Abstand sagt Ihnen, ob das Dokument der schnellen Ansicht oder der Archivierung dient, und damit, ob Sie in Gestaltung oder in Vollständigkeit investieren sollten.
Bei B2B-Nutzung verdient eine dritte Kennzahl Aufmerksamkeit: der Anteil der Downloads, denen innerhalb von sieben Tagen eine Angebotsanfrage folgt.
Sauber veröffentlichen
Das Modul PDF-Katalog für PrestaShop deckt den Veröffentlichungsteil auf PrestaShop 8 und 9 ab: Doppelseitenbetrachter mit Miniaturen und Vollbildmodus, Einbindung in eine eigene Seite oder eine Kategorie, optionaler Download und eine indexierbare Seite rund um das Dokument.