E-Commerce SEO

PrestaShop-Breadcrumb: BreadcrumbList-Markup richtig einbauen

In den Suchergebnissen zeigt Google immer häufiger den Navigationspfad statt der vollständigen Adresse. Dieser Pfad stammt nicht aus Ihrer URL, sondern aus Ihrem Breadcrumb-Markup. Ohne es sieht der Besucher eine technische Adresse, wo er Ihre Kategoriestruktur sehen könnte.

Was das Markup tatsächlich bringt

Drei Wirkungen, von denen nur eine sichtbar ist.

Die Anzeige des Pfads in den Ergebnissen, die die URL ersetzt. Bei einer langen oder schwer lesbaren Adresse ist der Gewinn an Klarheit deutlich.

Das Verständnis der Struktur. Das Markup sagt Suchmaschinen ausdrücklich, wie Ihre Seiten zusammenhängen, was die URL-Struktur allein nicht immer leistet, gerade bei flachen Adressen.

Die interne Verlinkung. Der Breadcrumb ist ein aufsteigender Link zu den übergeordneten Kategorien, vorhanden auf jeder Produktseite. Bei einem Katalog mit dreitausend Artikeln ist das ein erhebliches Linkvolumen, ohne Zusatzaufwand.

Die erwartete Struktur

Das Markup beschreibt eine geordnete Liste von Elementen, jedes mit drei Angaben: seiner Position im Pfad, der Adresse der zugehörigen Seite und seiner Bezeichnung.

Vier Formregeln.

Die Position beginnt bei 1 und zählt lückenlos hoch. Eine Nummerierung, die bei null startet oder eine Lücke aufweist, macht das Ganze ungültig.

Das letzte Element ist die aktuelle Seite. Sie muss mit ihrer Bezeichnung in der Liste stehen und darf in der Anzeige kein Link sein: man verlinkt nicht auf die Seite, auf der man sich befindet.

Die Bezeichnung muss dem angezeigten Text entsprechen. Markup, das «Akkubohrer» deklariert, während der sichtbare Pfad «Bohrmaschinen» zeigt, erzeugt einen Widerspruch zwischen Inhalt und Beschreibung.

Empfohlen ist das Format JSON-LD, eingefügt im Kopfbereich der Seite. Es ist leichter zu pflegen als attributbasiertes Markup, das ein Eingreifen in die HTML-Struktur des Pfads voraussetzt.

Breadcrumb Navigation ProDropdown-Menüs, JSON-LD BreadcrumbList und intelligente Multi-Kategorie-Pfade89,00

Der Fall der Produkte in mehreren Kategorien

Das ist die eigentliche Schwierigkeit im Shop, und sie hat keine eindeutige Antwort.

Ein Produkt in drei Kategorien hat drei mögliche Pfade. Welcher soll deklariert werden?

Die einfache, empfohlene Lösung: die Standardkategorie des Produkts. Sie ist in PrestaShop bereits definiert, sie bestimmt die kanonische URL, und der Pfad muss dazu passen. Ein Pfad, der einen anderen Weg zeigt als die kanonische Adresse, sendet zwei widersprüchliche Signale.

Die kontextuelle Lösung: der Pfad folgt dem tatsächlich gewählten Weg des Besuchers. Hervorragend für die Nutzererfahrung, problematisch fürs Markup, da dieselbe Seite je nach Navigation unterschiedliche Strukturen deklariert.

Der Kompromiss, der funktioniert: ein angezeigter Pfad, der kontextuell ist und dem Besucher den Rückweg zeigt, und ein ausgezeichneter Pfad, der immer auf der Standardkategorie beruht. Beide dienen nicht demselben Zweck.

Die Spezifikation erlaubt zudem mehrere Pfade für dieselbe Seite, womit sich verschiedene Zugangswege deklarieren lassen. Das ist eine Option, keine Pflicht, und sie erschwert die Pflege ohne klar belegten Nutzen.

Häufige Fehler

Ein Pfad, der nicht zur URL passt. Eine Adresse, die auf einer Kategorie aufbaut, und ein Pfad, der auf einer anderen aufbaut. Das passiert, sobald die Standardkategorie geändert wird, ohne dass der Rest nachzieht.

Fehlende Startseite. Das erste Element des Pfads sollte die Startseite sein. Ihr Fehlen macht das Markup nicht ungültig, nimmt dem Pfad aber seinen Ausgangspunkt.

Doppeltes Markup. Das Theme deklariert einen Pfad, ein SEO-Modul einen zweiten. Zwei konkurrierende Deklarationen auf derselben Seite führen zu unvorhersehbarem Verhalten und sind ein häufiger Grund dafür, dass die Anzeige nach einer Modulinstallation verschwindet.

Ein Pfad auf Seiten ohne Hierarchie. Eine isolierte CMS-Seite, eine Kontaktseite oder ein Suchergebnis haben keinen Pfad. Ein künstlicher Breadcrumb bringt dort nichts.

Der Pfad auf dem Smartphone

Auf kleinen Bildschirmen passt ein vierstufiger Pfad selten in eine Zeile. Drei mögliche Umgangsweisen.

Das Einklappen der Zwischenstufen, wobei erste und letzte Stufe bleiben und dazwischen Auslassungspunkte stehen. Das ist das gängigste Verhalten und berührt das Markup nicht, das vollständig bleibt.

Das horizontale Scrollen, das alles erhält, aber eine Geste verlangt.

Die Anzeige nur der direkten übergeordneten Kategorie als Rücksprunglink. Am lesbarsten und am wenigsten hilfreich für die Navigation in der Tiefe.

In jedem Fall muss das Markup unabhängig von der Darstellung vollständig bleiben. Was aus Platzgründen optisch ausgeblendet wird, darf deklariert bleiben.

Prüfen

Zwei Kontrollen genügen.

Der Test für Rich-Suchergebnisse von Google auf einer Produktseite, einer Kategorieseite und einer CMS-Seite. Er meldet Positionsfehler, fehlende Bezeichnungen und ungültige Adressen.

Der eigene Bericht in der Search Console, der Auffälligkeiten auf Site-Ebene zeigt. Ein Fehleranstieg nach einer Katalogänderung deutet meist auf Produkte hin, deren Standardkategorie verloren gegangen ist.

Das Modul Breadcrumb Pro für PrestaShop übernimmt das auf PrestaShop 8 und 9: JSON-LD-Markup auf Basis der Standardkategorie, kontextuell angezeigter Pfad, Erkennung doppelter Deklarationen mit dem Theme und angepasstes Verhalten auf Mobilgeräten.

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