In einem Shop mit vierzig oder hundert Marken ist die Seite, die sie alle auflistet, oft eine Textliste, verbannt in den Fußbereich. Dabei ist sie ein natürlicher Einstiegspunkt: wer seine Marke kennt, will direkt dorthin, ohne den Umweg über die Produktstruktur.
Dieser Artikel behandelt die Verzeichnisseite. Die Optimierung der einzelnen Markenseiten ist eine andere, ergänzende Aufgabe.
Wozu eine Verzeichnisseite dient
Drei unterschiedliche Funktionen, und sie sind nicht gleich viel wert.
Die direkte Navigation. Ein markentreuer Kunde will sie in zwei Klicks finden. Bei einem Katalog mit Ersatzteilen, Werkzeug oder Kosmetik ist das ein Hauptanwendungsfall.
Die interne Verlinkung. Das Verzeichnis ist die einzige Seite, die auf alle Markenseiten verweist. Ohne sie haben Nebenmarken außerhalb der Produktseiten keinen einzigen eingehenden Link.
Das Signal der Sortimentsbreite. Sechzig bekannte Markenlogos zu zeigen beruhigt hinsichtlich der Serität des Shops, besonders auf einer Website, die der Besucher nicht kennt.
Die dritte Funktion wird zuerst genannt und zählt am wenigsten. Die ersten beiden rechtfertigen die Seite allein.
Der Aufbau der Seite
Vier Blöcke, in dieser Reihenfolge.
Ein Suchfeld oben, mit sofortiger Filterung beim Tippen. Ab dreißig Marken ist das der erste Reflex des Besuchers.
Eine alphabetische Leiste, die zu einem Buchstaben springt. Buchstaben ohne passende Marke gehören ausgegraut statt klickbar dargestellt.
Die Liste nach Buchstaben, mit einer Überschrift je Abschnitt. Jede Marke erscheint mit ihrem Namen und ihrem Logo, sofern Sie für alle eines haben.
Ein Block hervorgehobener Marken, optional, oberhalb der alphabetischen Liste. Er dient Ihren kaufmännischen Prioritäten, ohne die Vollständigkeit zu brechen.
Konsistenzpunkt: entweder haben alle Marken ein Logo oder keine. Eine Liste, in der ein Drittel der Einträge ein Bild zeigt und der Rest reinen Text, wirkt unfertig.
SEO Markenseiten — A–Z MarkenwandIhre Marken verdienen mehr als eine Herstellerliste79,00€
Die Sofortsuche
Drei Anforderungen, damit sie nützt.
Die Filterung geschieht im Browser, auf der bereits geladenen Liste. Eine Serveranfrage bei jedem Tastendruck ist bei hundert Einträgen unnötig und erzeugt Verzögerung.
Die Suche verträgt Varianten: Akzente, Bindestriche, Leerzeichen. Eine mit Bindestrich geschriebene Marke muss auch ohne ihn gefunden werden.
Die Suche erfasst auch Aliasnamen. Manche Marken sind unter mehreren Namen oder einer Abkürzung bekannt. Ein Synonymfeld je Marke löst das und verhindert erfolglose Suchen.
Sehen Sie eine klare Meldung vor, wenn keine Marke passt, mit einem Link zur allgemeinen Produktsuche: der Besucher sucht möglicherweise ein Produkt und keine Marke.
Die Indexierung der Verzeichnisseite
Häufige Frage, und die Antwort hängt davon ab, was Sie daraus machen.
Eine Verzeichnisseite, die nur eine Linkliste ist, hat für Suchmaschinen wenig eigenen Wert. Für die Verlinkung bleibt sie nützlich, ranken wird sie zu keiner Anfrage.
Zwei Ergänzungen machen sie mit echtem Nutzen indexierbar. Ein Einleitungstext, der erklärt, wofür Ihre Markenauswahl steht, Ihre Positionierung, Ihre Partnerschaften. Und eine Angabe je Marke über den bloßen Namen hinaus: Zahl der verfügbaren Artikel, Spezialgebiet in drei Wörtern.
Ohne diese Elemente lassen Sie die Seite indexierbar, erwarten aber nichts Direktes. Ihr Wert bleibt in der Verlinkung.
Die Verlinkung zu den Markenseiten
Das ist die Hauptfunktion, und sie setzt zwei technische Bedingungen voraus.
Die Links müssen echte Links im HTML sein, keine per Skript gesteuerten klickbaren Elemente. Eine erst nach dem Laden in JavaScript aufgebaute Liste gibt kaum Wert weiter.
Die Seite muss aus dem Hauptmenü erreichbar sein, nicht nur aus dem Fußbereich. Eine Verzeichnisseite vier Klicks von der Startseite entfernt erfüllt ihre Verteilfunktion nicht.
Ein dritter, oft vergessener Punkt: der Rückweg. Jede Markenseite muss auf das Verzeichnis verlinken, was einen Kreislauf schafft und dem Besucher erlaubt, von einer Marke zur nächsten zu wechseln.
Marken ohne Produkte
Eine unvermeidliche Lage im laufenden Katalog: eine Marke, deren Produkte alle ausverkauft oder ausgelistet sind.
Drei Behandlungen, je nach Fall.
Ist die Nichtverfügbarkeit vorübergehend, behalten Sie die Marke im Verzeichnis mit einem Hinweis auf die Nachlieferung und lassen Sie ihre Seite mit einem Benachrichtigungsformular erreichbar.
Ist die Marke endgültig aufgegeben, nehmen Sie sie aus dem Verzeichnis und leiten Sie ihre Seite auf die ersetzende Kategorie oder Marke weiter.
Wissen Sie es noch nicht, blenden Sie sie im Verzeichnis aus, behalten aber die Seite, bis Sie entschieden haben. Eine Markenseite ohne Produkte und ohne Inhalt ist eine leere Seite und gehört in angemessener Frist behandelt.
Sehen Sie in jedem Fall einen automatischen Filter vor: eine Marke ohne jedes aktive Produkt sollte ohne ausdrückliche Entscheidung nicht im Verzeichnis erscheinen.
Messen
Drei Kennzahlen.
Die Nutzungsrate des Suchfelds auf der Seite. Ist sie hoch, ist Ihre Liste zu lang zum Durchsehen und die Suche der eigentliche Einstieg.
Die Klickrate zu den Markenseiten, die die Wirksamkeit des Verzeichnisses als Verteilpunkt misst.
Die Verteilung der Klicks auf die Marken. Sie zeigt oft eine Lücke zwischen den Marken, die Sie hervorheben, und denen, die Ihre Kunden tatsächlich suchen, was eine unmittelbar verwertbare kaufmännische Information ist.
Das Modul SEO-Markenseiten und Markenwand richtet das auf PrestaShop 8 und 9 ein: Verzeichnis von A bis Z mit Sofortsuche und Toleranz gegenüber Schreibvarianten, alphabetische Leiste, automatische Filterung von Marken ohne aktives Produkt sowie Verlinkung zu den Markenseiten und von den Produktseiten aus.