Alles, was Sie wissen sollten bevor Sie installieren.
Ein detaillierter Blick darauf, wie MHD- & Chargenverwaltung — Lose, FEFO und Verfallsdaten funktioniert, warum wir es so gebaut haben und der Gedanke hinter den Funktionen oben.
Verbrauchsdatum und MHD: zwei Daten, zwei sehr unterschiedliche Regeln
Das Verbrauchsdatum gilt für mikrobiologisch leicht verderbliche Lebensmittel. Nach Ablauf gilt das Produkt als nicht sicher und darf nicht mehr verkauft werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum signalisiert dagegen einen Qualitätsverlust und kein Sicherheitsrisiko: Das Produkt bleibt danach rechtlich verkehrsfähig, sofern die Kundschaft klar informiert wird. Dieser Unterschied ist keine Formalie, er bestimmt, was ein Händler tun darf. Deshalb behandelt das Modul die Datumsart als vollwertiges Datenfeld und nicht als bloße Beschriftung.
Warum der PrestaShop-Bestand nicht ausreicht
PrestaShop speichert eine Menge je Produkt und Variante. Diese Menge ist eine Zahl ohne Gedächtnis dafür, woraus sie besteht. Wer im März dreißig und im Juni zwanzig Stück erhalten hat, sieht in PrestaShop fünfzig, ohne zu wissen, welche zuerst raus sollen und welche bald ablaufen. Das Ergebnis ist bekannt: eine Tabelle nebenher, zu spät entdeckte Restbestände und hektische Abschriften oder Entsorgung. Das Modul ersetzt diese Tabelle durch eine integrierte Verwaltung, die am realen Bestand des Shops ausgerichtet ist.
FEFO, automatisch bei jeder Bestellung
FEFO steht für First Expired, First Out: Die Charge mit dem nächstliegenden Datum geht zuerst raus. Bei der Bestellbestätigung durchläuft das Modul die Chargen des bestellten Produkts, priorisiert die der exakten Variante und danach die des Produkts, und zieht die Menge vom nächstliegenden Datum aufwärts ab. Eine Bestellung kann so eine Charge aufbrauchen und die nächste anbrechen, genau wie in der Kommissionierung. Jede Entnahme wird zusammen mit der auslösenden Bestellung in einer Bewegungshistorie festgehalten, was im Fall eines Chargenrückrufs eine belastbare Rückverfolgbarkeit ergibt.
Verkaufen statt abschreiben: der automatische Rabatt
Ware mit kurzem Datum verliert täglich an Wert. Statt manuell zu überwachen, legen Sie eine Schwelle und einen Prozentsatz fest: Erreicht eine Charge das Zeitfenster, legt das Modul eine Katalogpreisregel auf dem Produkt an, deren Enddatum exakt auf dem Ablaufdatum liegt. Der Rabatt greift automatisch, erscheint auf der Produktseite neben dem Hinweis auf kurzes Datum und verschwindet von selbst, ohne verwaiste Regeln im Katalog zu hinterlassen. Pro Produkt ist immer nur ein Rabatt aktiv, um ungewollte Kumulierung zu vermeiden.
Was nach dem Ablaufdatum passiert
Die Behandlung abgelaufener Chargen ist in drei Modi konfigurierbar. Der erste deaktiviert die Charge lediglich, ohne den Bestand anzurühren, nützlich für manuelle Einzelfallentscheidungen. Der zweite entfernt die Restmenge der Charge aus dem PrestaShop-Bestand und bringt den Shop sofort mit der Realität im Lager in Übereinstimmung. Der dritte geht weiter und deaktiviert das Produkt, sobald keine gültige Charge mehr vorhanden ist, damit kein Artikel mit vollständig abgelaufenem Bestand verkauft wird. Wichtig: Diese Bestandsaktionen gelten ausschließlich für Chargen mit Verbrauchsdatum. Eine abgelaufene MHD-Charge wird nur deaktiviert, da das Produkt rechtlich verkehrsfähig bleibt.
Klare Information für die Kundschaft
Auf der Produktseite zeigt das Modul das Datum der nächstliegenden verfügbaren Charge, mit dem zur Datumsart passenden Hinweistext. Unterhalb einer von Ihnen definierten Schwelle erscheint ein Hinweis auf kurzes Datum, bei aktivem Rabatt zusammen mit dem Prozentsatz. Die Kundschaft weiß damit genau, was sie kauft, was Reklamationen reduziert und den Verkauf reduzierter Ware mit kurzem Datum absichert. Alle Texte laufen über das Übersetzungssystem von PrestaShop und passen sich Ihrem Theme an.
Ein täglicher Aufruf, vollständige Automatisierung
Rabatte, Behandlung abgelaufener Chargen und E-Mail-Warnungen werden über einen per Token gesicherten Cron-Controller gesteuert, der einmal täglich aus Ihrer Aufgabenplanung oder von einem externen Dienst aufgerufen wird. Die Antwort ist ein detaillierter JSON-Bericht mit der Zahl der angelegten Rabatte, deaktivierten Chargen, aus dem Bestand entfernten Einheiten, deaktivierten Produkte und versendeten Warnungen. Diese Ausgabe lässt sich direkt in ein Monitoring einbinden, sodass die Automatisierung nie blind läuft.
Für wen dieses Modul gedacht ist
Feinkost- und Obsthändler im Netz, Röstereien, Wein- und Bierhändler, Nahrungsergänzung, Kosmetik und Parfümerie, Tierarzneimittel, Rohstoffe und technische Verbrauchsmaterialien: jeder Katalog, in dem das Datum ebenso zählt wie die Artikelnummer. Besonders relevant ist es für Shops mit regelmäßigen Nachlieferungen, die mehrere Bestandsgenerationen derselben Artikelnummer führen.
Technische Umsetzung
Das Modul stützt sich auf die Standard-ObjectModel und Admin-Controller von PrestaShop, ohne Composer und ohne externe Abhängigkeiten. Das JavaScript ist in reinem Vanilla geschrieben, ohne jQuery. Die Daten liegen in zwei Tabellen mit Indizes auf Produkt und Datum, wodurch die Anzeige im Frontend auch bei großen Katalogen leicht bleibt. Der Code ist kommentiert, gut lesbar und für Audits oder Erweiterungen vorbereitet.
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