In vielen Shops existieren die Markenseiten, sind über ein Menü erreichbar und erhalten keinerlei Suchtraffic. Dabei gehören sie zu den wenigen noch zugänglichen Vorkommen von Suchanfragen mit hoher Kaufabsicht: Wer einen Markennamen gefolgt von einem generischen Wort eintippt, weiß bereits, was er will.
Der Grund für dieses Scheitern ist strukturell, und er lässt sich beheben.
Warum die native Markenseite nicht rankt
Vier Ursachen kommen zusammen, jede für sich ausreichend.
Kein Inhalt. Die native Seite zeigt ein Logo, eine oft leere Beschreibung und ein Produktraster. Gegenüber Konkurrenzseiten, die die Marke, ihre Geschichte und ihr Sortiment vorstellen, hat sie nichts entgegenzusetzen.
Ein generischer Titel. Der Seitentitel beschränkt sich häufig auf den bloßen Markennamen. Doch niemand tippt nur einen Markennamen ein, um zu kaufen: Echte Suchanfragen lauten Name plus Kategorie oder Name plus Zusatz.
Keine eingehende Verlinkung. Die Produktseiten erwähnen die Marke, ohne auf ihre Seite zu verlinken. Die Seite existiert, aber nichts zeigt auf sie, was sie an den Rand der Website drängt.
Zu große Klicktiefe. In vielen Themes landet die Markenliste im Footer, drei oder vier Klicks von der Startseite entfernt.
Der Mindestinhalt einer Seite, die rankt
Rechnen Sie mit 400 bis 700 Wörtern, klar strukturiert. Darunter bleibt die Seite ein Produktraster mit Einleitungsabsatz, und das genügt nicht.
Vier Blöcke bilden eine solide Basis.
- Die Positionierung der Marke. Was sie herstellt, seit wann, was sie auszeichnet. Drei bis vier sachliche Sätze, keine kopierte Pressemitteilung.
- Die Produktlinien. Eine Vorstellung der Produktfamilien, jeweils mit Link zur entsprechenden, nach Marke gefilterten Kategorie. Dieser Block schafft die Verlinkung nach unten.
- Ein Kaufratgeber. Der Block mit dem größten Mehrwert. Welches Modell für welchen Einsatz, wie die Referenzen zu lesen sind, was die Suffixe bedeuten. Genau das sucht der Besucher, der einen Markennamen eintippt.
- Eine kurze FAQ. Garantie, Ersatzteilverfügbarkeit, Kompatibilitäten, Kundendienst. Drei bis fünf Fragen genügen.
Ein wichtiger Punkt: Dieser Inhalt muss einzigartig sein. Die vom Hersteller gelieferte Präsentation zu übernehmen stellt Ihre Seite in Konkurrenz zu Dutzenden Händlern, die dasselbe getan haben, und zur offiziellen Website der Marke.
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Titel und URL
Der Titel muss die Marke und einen Zusatz enthalten, der der echten Suchanfrage entspricht. „Marke X“ allein ist zu kurz; „Marke X: komplettes Werkzeugsortiment, Preise und Verfügbarkeit“ zielt auf das, was die Leute eintippen.
Für die URL: eine kurze, stabile Struktur ohne Parameter. Eine Markenseite, die nur über einen auf eine Kategorie angewendeten Filter erreichbar ist, ist keine Markenseite, sondern eine gefilterte Ansicht, und sie wird nicht ranken.
Verlinkung in beide Richtungen
Das ist der rentabelste und am einfachsten umzusetzende Hebel.
Aus den Produktseiten. Jede Produktseite, die eine Marke nennt, sollte auf deren Seite verlinken. Bei einem Katalog von dreitausend Produkten auf vierzig Marken verteilt ergibt das im Schnitt fünfundsiebzig eingehende Links pro Markenseite, ohne redaktionellen Aufwand.
Aus einem Markenverzeichnis. Eine Seite, die alle Marken alphabetisch auflistet und über das Hauptmenü erreichbar ist, reduziert die Klicktiefe auf zwei. Nebenbei fängt sie interne Suchen nach Markennamen ab.
Aus den Kategorien. Ein Block „Marken in dieser Kategorie“ schafft eine Querverlinkung, die dem Besucher wie dem Crawler nützt.
Der Fall der Marken mit kleinem Katalog
Eine Markenseite mit zwei Produkten ist ein Problem: wenig Inhalt, wenig Wert für den Besucher und das Risiko, als minderwertige Seite eingestuft zu werden.
Drei mögliche Behandlungen je nach Fall. Hat die Marke echtes Suchpotenzial, bauen Sie den Inhalt auch bei wenigen Produkten aus: Kaufratgeber und FAQ verlangen keinen großen Katalog. Hat die Marke keinerlei Bekanntheit, schließen Sie die Seite von der Indexierung aus, statt sie in der Schwebe zu lassen. Und haben Sie dreißig Marken mit ein oder zwei Produkten, fassen Sie sie auf einer gemeinsamen Themenseite zusammen, statt dreißig schwache Seiten anzulegen.
Das Kannibalisierungsrisiko
Ein Punkt zum Beobachten, wenn eine Marke fast einer Kategorie entspricht. Haben Sie eine Kategorie „Bohrmaschinen“ und eine Seite „Marke X“, deren Katalog zu 90% aus Bohrmaschinen besteht, zielen beide Seiten auf ähnliche Suchanfragen und konkurrieren miteinander.
Die Abgrenzungsregel: Die Kategorie zielt auf die generische Anfrage, die Markenseite auf die Anfrage mit dem Namen. Ihre Titel, ihre ersten Absätze und ihre Kaufratgeber müssen diesen Unterschied widerspiegeln. Stellen Sie fest, dass Google bei derselben Anfrage zwischen den beiden Seiten wechselt, muss eine von beiden neu ausgerichtet werden.
Messen
Verfolgen Sie drei Dinge in der Search Console, gefiltert auf die URLs der Markenseiten. Die Zahl der unterschiedlichen Suchanfragen mit Impressionen, die zeigt, ob die Seite als Markenseite oder als bloße Liste verstanden wird. Die durchschnittliche Position bei Anfragen mit dem Markennamen. Und die Klickrate, die verrät, ob Ihr Titel dem entspricht, was die Leute suchen.
Das Modul SEO-Markenseiten und Markenwand A bis Z setzt diese Struktur auf PrestaShop 8 und 9 um: angereicherte Markenseiten mit strukturiertem Inhalt und eigenen Metadaten, ein Verzeichnis von A bis Z mit Sofortsuche und automatische Verlinkung von den Produktseiten zur Seite ihrer Marke.