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Dunkelmodus in einem PrestaShop-Shop: nützlich oder Spielerei

Der Dunkelmodus ist in wenigen Jahren von der Spielerei zur erwarteten Option geworden. In Betriebssystemen und Anwendungen ist er Standard. In Onlineshops bleibt er selten, und die Frage nach seinem Nutzen verdient eine ernsthafte Antwort statt einer Entscheidung nach Mode.

Was Nutzer wirklich wollen

Zwei verschiedene Beweggründe, die oft vermischt werden.

Komfort bei wenig Licht. Das ist der Hauptgrund, und er betrifft die Nutzung am Abend, im Bett oder in einem schwach beleuchteten Raum. In einem Shop, dessen Traffic sich tagsüber ballt, steht wenig auf dem Spiel.

Stimmigkeit mit dem System. Wer den Dunkelmodus auf seinem Gerät aktiviert hat, erwartet, dass Websites ihn respektieren. Eine strahlend weiße Seite, die inmitten einer dunklen Oberfläche aufgeht, stört tatsächlich, unabhängig von der Uhrzeit.

Dieser zweite Beweggrund wiegt am schwersten, und er hat eine Gestaltungsfolge: Die Systemeinstellung zu respektieren muss das Standardverhalten sein, mit einem Schalter, um sie in die eine oder andere Richtung zu überschreiben.

Der Punkt Barrierefreiheit

Entgegen einer verbreiteten Annahme ist der Dunkelmodus nicht durchweg barrierefreier.

Er hilft manchen Menschen, etwa bei Lichtempfindlichkeit oder bestimmten Migräneformen. Anderen erschwert er das Lesen: Menschen mit Hornhautverkrümmung lesen hellen Text auf dunklem Grund oft schlechter, wegen eines Halo-Effekts um die Zeichen.

Sicher ist dagegen: Die Wahl anzubieten ist barrierefreier, als sie nicht anzubieten. Das Kriterium ist nicht, welcher Modus besser ist, sondern den Nutzer entscheiden zu lassen.

Daraus folgen zwei technische Regeln. Die Kontraste sind in beiden Modi zu prüfen, was den Kontrollaufwand verdoppelt. Und reines Weiß auf reinem Schwarz ist zu vermeiden: ein sehr helles Grau auf einem sehr dunklen Grau senkt die Augenermüdung.

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Die tatsächlichen Umsetzungskosten

Das ist der entscheidende Punkt, und er wird oft unterschätzt.

Bei einem Theme, das mit Farbvariablen gebaut ist, bedeutet ein Dunkelmodus einen Arbeitstag: Sie definieren die Variablen neu und testen. Bei einem Theme, in dem die Farben fest in den Stylesheets stehen, rechnen Sie mit mehreren Tagen und einer gründlichen Überarbeitung.

Vier Posten kommen regelmäßig hinzu und werden selten eingeplant.

Die Produktbilder. Ein freigestelltes Foto auf weißem Grund erscheint als weißes Rechteck mitten auf einer dunklen Seite. Die Lösung setzt entweder Motive mit transparentem Hintergrund oder einen neutralen Kachelhintergrund voraus.

Die Drittmodule. Jedes bringt eigene Stile mit, die Ihren Dunkelmodus ignorieren. Eine Cookie-Leiste, ein Chat oder ein Karussell bleiben hell.

Die redaktionellen Inhalte. Produktbeschreibungen mit fest eingetragenen Farben, aus einem Kopiervorgang übernommen, werden unlesbar.

Die E-Mails. Sie sind vom Dunkelmodus der Website nicht betroffen, wohl aber von dem des Mailprogramms, und das ist eine eigene Baustelle.

Die Frage des Logos

Ein konkretes und immer wiederkehrendes Detail: Ein schwarzes Logo auf transparentem Grund verschwindet im Dunkelmodus. Es braucht eine zweite, helle Version und eine Umschaltung je nach aktivem Modus.

Dasselbe Problem bei Icons, Zahlungspiktogrammen und Vertrauenssiegeln. Planen Sie sie von Anfang an ein, sonst entdecken Sie sie einzeln im Livebetrieb.

Also, nützlich oder Spielerei

Die Antwort hängt von zwei Kriterien ab, die Sie in Ihrem eigenen Shop messen können.

Der Anteil Ihres Traffics am Abend, zwischen 20 Uhr und Mitternacht. Über 25 % wird der Lesekomfort zu einem echten Thema.

Ihr Publikum. Bei einem technischen Publikum aus Entwicklern, Gamern oder IT-Fachleuten ist die Erwartung hoch und ihr Fehlen fällt auf. Bei einem älteren allgemeinen Publikum ist sie nebensächlich.

Ist keines der beiden Kriterien erfüllt, ist der Dunkelmodus eine Komfortinvestition, kein Verkaufshebel. Das disqualifiziert ihn nicht, rückt ihn aber hinter andere Vorhaben.

Ist eines der beiden erfüllt, wird er zu einem Element wahrgenommener Qualität, wie eine ordentliche Ladezeit: Niemand kauft deswegen, aber sein Fehlen fällt auf.

Was man nicht tun sollte

Drei Fehler, die aus einer guten Idee ein Problem machen.

Den Dunkelmodus erzwingen, ohne Rückweg zur hellen Ansicht, im Namen der Modernität.

Die Systemeinstellung ignorieren und jemandem, dessen Gerät auf dunkel steht, den hellen Modus als Standard aufzwingen.

Einen halben Dunkelmodus ausliefern, bei dem der Bestellprozess hell bleibt. Der Bruch im Moment der Zahlung ist schlimmer als gar kein Dunkelmodus.

Das Dark-Mode-Modul für PrestaShop bringt diese Funktion unter PrestaShop 8 und 9: Erkennung der Systemeinstellung mit manuellem Schalter, Farbanpassung ohne Überarbeitung des Themes, helle Logovariante und Abdeckung der Blöcke von Drittmodulen.

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